Biowärme für Landsberg
Landsberg am Lech — Bayern setzt weiter auf Energie aus Holz: Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat am Freitag das neue Biomasseheizwerk in Landsberg am Lech offiziell in Betrieb genommen. Es beliefert das Agrarbildungszentrum, das Heilig-Geist-Spital, die Berufsschule und weitere kommunale Gebäude mit umweltfreundlicher Biowärme. Die rund 2,4 Millionen Euro teure Anlage der Städtischen Werke wird nach den Worten des Ministers mit bis zu 200 000 Euro aus Landesmitteln gefördert. Herzstück sind zwei Biomassekessel mit insgesamt 1 500 Kilowatt Wärmeleistung, die mit jährlich 2 600 Tonnen naturbelassenem Restholz befeuert werden. Durch den Einsatz von Holz erspart das Heizwerk der Umwelt rund 1 400 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Denn beim Verbrennen von Holz wird nur soviel Kohlendioxid freigesetzt, wie der Aufwuchs vorher der Atmosphäre entzogen hat. Zudem bietet das neue Heizwerk Brunner zufolge der regionalen Land- und Forstwirtschaft eine zusätzliche Einkommensquelle.
Rund vier Millionen Tonnen Holz werden in Bayern pro Jahr für die Energiegewinnung eingesetzt. Eine Hälfte davon ist Holz, das sonst im Wald ohne Wärmenutzung verrotten würde, die andere Hälfte sind Reste der Holzindustrie sowie Altholz. Insgesamt liegt der Anteil der Biomasse am gesamten Primärenergieverbrauch in Bayern inzwischen bei gut fünf Prozent. Dadurch werden jährlich rund sechs Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden. Zur Förderung von Nachwachsenden Rohstoffen hat die Staatsregierung von 1990 bis 2008 rund 227 Millionen Euro ausgegeben, davon 187 Millionen Euro allein aus Landesmitteln.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
















