Bayern als Reiseland attraktiver denn je
MÜNCHEN Das Urlaubsjahr 2008 hat Bayern den fünften Gästerekord in Folge beschert: 26,7 Millionen Touristen haben im vergangenen Jahr in bayerischen Hotels, Pensionen und auf Campingplätzen übernachtet. Sie brachten der bayerischen Tourismusbranche ein Gästeplus von 1,1 Prozent. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil bezeichnet die touristische Jahresbilanz als „ein beachtliches Ergebnis angesichts der generellen wirtschaftlichen Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte. Bayern war 2008 als Reiseziel attraktiver denn je und hat seine Stellung als Urlaubsland Nr. 1 in Deutschland mit deutlichem Abstand behauptet“, so Zeil.
Auch die Übernachtungen stiegen um fast ein Prozent auf 76,9 Millionen. Der Freistaat hatte 2008 wieder einen Anteil von rund 21 Prozent bei den bundesdeutschen Übernachtungen und wies über 30 Millionen mehr Übernachtungen auf als das zweitwichtigste Tourismusland Baden-Württemberg.
Zum laufenden Tourismusjahr 2009 übt sich der Minister in ‚realistischem Optimismus’. „Bayerns Tourismusbranche ist zwar gut aufgestellt. Aber auch sie wird die Auswirkungen der derzeitigen Konjunktureintrübung spüren. Das zeigt schon der Trend aus dem letzten Quartal des Vorjahres“, erklärt Zeil. Insbesondere bei den Geschäftsreisen und Tagungen, die nahezu ein Drittel aller Hotelübernachtungen im Freistaat ausmachen, befürchtet der Minister in diesem Jahr Einbußen. Chancen für einen Ausgleich sieht Zeil vor allem bei den inländischen Urlaubern.
„Für viele Erholungssuchende heißt es derzeit: näher, kürzer, günstiger! Davon sollte Bayern profitieren“, so der Wirtschaftsminister. Umso mehr gelte es heuer für die bayerischen Tourismusbetriebe, die neuen Urlauber mit Qualität beim Service, bei der Ausstattung und beim Angebot zu überzeugen, um sie so zu Stammgästen im Freistaat zu machen.
Das touristische Wachstum trugen 2008 im Freistaat im Gegensatz zu den Vorjahren die Gäste aus dem Inland. Sie buchten rund 650 000 mehr Übernachtungen zwischen Aschaffenburg und Berchtesgaden. Das bedeutete einen Zuwachs von einem Prozent. Die Gesamtzahl der ausländischen Gäste ging erstmals seit 2002 leicht um 0,6 Prozent zurück. Auf sie entfiel ein Übernachtungsplus von rund 26 000. Ohne die günstige Entwicklung im ersten Halbjahr wäre hier ein Minus nicht zu verhindern gewesen. Auf der Angebotsseite war die Campingbranche einer der Gewinner. Die bayerischen Campingplatzbetreiber begrüßten mit rund 1,15 Millionen fast sechs Prozent mehr Gäste als noch im Jahr zuvor und verkauften rund drei Prozent mehr Übernachtungen. Auch die bayerische Hotellerie wuchs überdurchschnittlich und verbuchte mit 51 Millionen Übernachtungen ein Plus von 1,7 Prozent bei 1,4 Prozent mehr Gästen.
Im Jahr 2007 hatten im Freistaat Bayern 26,4 Millionen Gäste für 76,2 Millionen Übernachtungen gesorgt. Das Wachstum lag damals bei 3,6 Prozent bei den Ankünften und 2,1 Prozent bei den Übernachtungen. Die Zahl der Gäste im Freistaat ist in der Realität nochmals deutlich höher, da die Statistik lediglich die Beherbungsbetriebe mit mehr acht Gästebetten erfasst.
Quelle: Bayerische Staatsregierung
















