UNICEF: Lage der Kinder in Gaza unerträglich
UNICEF-Hilfeaufruf
UNICEF ruft die Bundesregierung und die Bundesbürger dazu auf, die Nothilfe für Kinder im Gazastreifen und den raschen Wiederaufbau zu unterstützen. Durch die Zerstörungen hat sich nach Einschätzung von UNICEF das Leid der Kinder dort weiter verschärft. 90 Prozent der rund 1,5 Millionen Menschen im Gazastreifen sind heute von humanitärer Hilfe abhängig; schätzungsweise 840.000 davon sind Kinder und Jugendliche. Ein normaler Alltag ist kaum möglich. Über 150 Schulen wurden während der Kämpfe im Januar getroffen; 39 davon wurden völlig zerstört. Armut, Mangel, Hoffnungslosigkeit und psychische Probleme von Kindern und Jugendlichen haben weiter zugenommen.
„Wir Deutschen sollten uns, auch aus historischen Gründen, mit vorschnellen Urteilen im Nahost-Konflikt zurückhalten. Aber wir dürfen uns nicht zurückhalten, wenn es um konkrete menschliche Hilfe geht“, sagte Jürgen Heraeus, Vorsitzender von UNICEF Deutschland. „Jetzt geht es nicht darum, wer Recht hat oder nicht. Es geht darum, denen zu helfen, die am härtesten unter dem Konflikt leiden und die am wenigsten dafür können: den Kindern.“
UNICEF hat ein umfangreiches Hilfsprogramm für Gaza in den Bereichen Kinderschutz, Gesundheit, Ernährung und Hygiene und Bildung gestartet. Dazu gehören zum Beispiel Hilfen für Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie die Einrichtung von Familienzentren, um die sozialen, gesundheitlichen und psychischen Folgen der Gewalt für die Kinder zu verringern.
UNICEF Deutschland hat bisher 130.000 Euro für Soforthilfe bereitgestellt und ruft dringend zu weiteren Spenden auf. „Nur wenn es gelingt, dass auch palästinensische Kinder Hoffnung und Perspektiven bekommen, kann es eine Chance für Verständigung und Frieden in der Region geben“, sagte Heraeus.
















