Gerechte Bezahlung für Ärzte
Der Bayerische Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) hat die Honorarverordnung für Ärzte kritisiert. Diese sei “von Grund auf gescheitert” und müsse rückgängig gemacht werden, so Söder am Dienstag in München. Söder erklärte, Bayern starte eine Bundesratsinitiative mit dem Ziel, die Umsetzung des neuen Vergütungssystems sofort zu stoppen.
Regionale Unterschiede achten
Söder kritisierte, das seit 2009 gültige Vergütungssystem sei kompliziert und nicht nachvollziehbar. So würde z.B. die Vorgabe eines bundesweiten Einheitspreises regionale Unterschiede ausblenden. Dabei seien Praxis- und Lebenshaltungskosten in Süddeutschland wesentlich höher als in strukturschwachen Gebieten Deutschlands. Es könne nicht sein, dass Patienten in Bayern hohe Beiträge bezahlen und davon der größte Teil in andere Bundesländer abfließe, so der Gesundheitsminister.
Neuorientierung in der Gesundheitspolitik
“Wir haben im Freistaat hohe Qualitätsstandards. Die bundesweite Umverteilung darf nicht dazu führen, dass wir in Bayern Unterversorgung bekommen”, so Söder. Er fordert zudem eine grundlegende Neuorientierung in der Gesundheitspolitik: “Mehr Regionalität statt Zentralismus. Mehr Therapie statt Bürokratie. Mehr Qualität statt Pauschalierung.”
Quelle: CSU
















