Schleswig-Holstein: Wirtschaftsminister Marnette: „Tourismus-Jahr 2009 wird zu einem weiteren Qualitäts-Sprung und einem 500-Millionen-Plus in der Wertschöpfung führen“

Schleswig-Holsteins Feriengäste können auch 2009 mit einer deutlichen Erweiterung und Qualitäts-Steigerung der Tourismus-Angebote rechnen. Wie Wirtschaftsminister Dr. Werner Marnette am 19. Januar in Kiel sagte, werde die 2006 eingeleitete Neuausrichtung des Tourismus mit der Konzentration auf die Zielgruppen „Familien“, „anspruchsvolle Genießer“ und so genannte „Best Ager“ auch in diesem Jahr konsequent umgesetzt. „”Wir werden uns weiterhin als maritimes Urlaubs- und Erlebnisland präsentieren und daran auch unsere künftigen Förder-Maßstäbe ausrichten”“, sagte Marnette. Er rechne für dieses Jahr mit einem Anstieg der Wertschöpfung im Tourismus um rund 500 Millionen auf insgesamt 5,5 Milliarden Euro. In der Tourismus-Wirtschaft, die einen Anteil von sechs Prozent am Bruttoinlandsprodukt des Landes hat, sind weit über 130.000 Menschen beschäftigt.

Wie Marnette weiter sagte, liege ihm der Rad-Tourismus als gemeinsames Basisthema für alle drei Zielgruppen besonders am Herzen. Um die Attraktivität des derzeit knapp 5800 Kilometer lange Radwegenetzes Schleswig-Holsteins weiter zu steigern, sei unter anderem die Optimierung der so genannten Radfernwege geplant. Für eine Verbesserung des Nordseeküsten-Radwegs von der dänischen Grenze bis nach Wedel, des Eider-Treene-Sorge-Radwegs sowie des Mönchswegs von Glückstadt bis Fehmarn lägen dem Ministerium bereits Förderanträge vor. Auch die Optimierung des Ostseeküsten-Radwegs, des ältesten Fernradweg des Landes, sei in Vorbereitung. Als gelungene Beispiele für modernisierte und den touristischen Anforderungen ideal angepasste Radwan-derwege nannte der Minister den „Ochsenweg“ zwischen Wedel und Flensburg sowie den Friesen-Vikinger-Weg zwischen Tönning und Maasholm. Beide Projekte wurden vom Land mit knapp 700.000 Euro gefördert.

Als weiteres großes Zukunfts-Thema für alle drei Zielgruppen nannte Marnette das Segeln. „”Schleswig-Holstein hat das größte und attraktivste Segelrevier Deutschlands – und um diesen Vorteil zu nutzen, fördern wir in diesem Jahr mit rund einer halben Million Euro die Qualitätsoffensive Segelsport”“, so der Minister. Ziel des bei der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein angesiedelten Projekts sei vor allem die Verbesserung der Qualität und Angebote der Sportboothäfen im Land.

Mit Blick auf die im November vorgestellte erste bundesweite Tourismus-Umfrage des Instituts für Management und Tourismus der Fachhochschule Westküste erinnerte Marnette daran, dass Schleswig-Holstein bereits in den letzten drei Jahren erheblich aufgeholt habe. So liege das Land hinsichtlich der Urlaubsqualität hinter Bayern und Hamburg auf Platz Drei der Beliebtheitsskala, während Mecklenburg-Vorpommern den sechsten Rang belegt. Eine sehr hohe Assoziation mit Schleswig-Holstein belegen nach der Expertise der FH-Westküste die Themen Radfahren (Platz 1) und Gesundheit/Wellness (Platz 2). Die Übernachtungszahlen verzeichneten bis Oktober 2008 gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Zuwachs von 1,2 Prozent, nachdem sie bereits in 2007 (gegen-über 2006) um 2,4 Prozent angestiegen waren. Marnette: „”Dies ist für mich ein Indiz, das erste Schritte unserer Neuausrichtung des Tourismus greifen und wir diesen Weg kon-sequent weitergehen müssen”.“

Als weitere Tourismus-Schwerpunkte für 2009 nannte Marnette:

* Die zweite Runde der Marketing-Kampagne zum Familienurlaub in Schleswig-Holstein unter dem Motto „Ich packe meine Koffer“. Im Mittelpunkt dabei steht eine bundesweit vertriebene Familienkarte (Auflage: 1,3 Millionen) mit knapp 100 qualitätsgeprüften Freizeiteinrichtungen im Land. (Siehe angefügte Presse-Erklärung der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH))
* Die Einführung einer so genannten Balanced Scorecard, als Kontroll-Instrument für die neutrale Überprüfung der selbst gesteckten Ziele der Tourismus-Strategie.
* Förderung des Tourismus-Leitprojekts „Qualitäts- und Qualifizierungssystem“ mit 500.000 Euro aus dem Schleswig-Holstein-Fonds.
* Abschluss und Auswertung des Leitprojekts „Optimierung der touristischen Inf-rastruktur“ und ggfs. eine entsprechende Anpassung der Förderrichtlinie.
* Abschluss und Auswertung des Leitprojekts „Optimierung der lokalen Struktu-ren“ mit der Festsetzung von Mindest- und Maximal-Kriterien für die Bildung von Lokalen Tourismus-Organisationen (LTO)
* Fortsetzung des Leitprojekts „Gastronomie, Design-Kontor und Hotelprojekte“ – unter anderem mit einem „Tag der offenen Tür“ am 9. Februar in 27 herausragenden Beherbergungsbetrieben des Landes.

Die Maxime der Qualität ist nach den Worten von Marnette insbesondere auf den Gebieten der Gastronomie und des Beherbergungsgewerbes für den Erfolg der Tourismus-Strategie von herausragender Bedeutung. „”Jeder Gastwirt und jeder Privatvermieter ist ein Botschafter unseres Landes. Nur wenn Angebot und Service stimmen, kehrt der Gast auch wieder – und empfiehlt uns weiter”“, so der Minister.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Harald Haase | Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr | Düsternbrooker Weg 94, 24105 Kiel |
Telefon 0431 988-4420 | Telefax 0431 988-4705

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Brandenburger Exportmotor lief bis Herbst 2008 rund

„Die märkischen Unternehmen haben in den ersten drei Quartalen 2008 Waren im Wert von nahezu 9 Milliarden Euro ausgeführt. Das sind 1,3 Milliarden Euro mehr als im Vorjahreszeitraum - eine Steigerung um 16,8 Prozent. Möglich wurde dies insbesondere durch hohe Steigerungsraten in der Ernährungswirtschaft und in der gewerblichen Wirtschaft. Das Ergebnis zeigt, dass der Exportmotor zumindest bis zu dem Zeitpunkt, da die Konjunkturkrise auch Brandenburg erreichte, immer mehr Fahrt aufnahm.“

Das erklärte Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns zu den heute vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg veröffentlichten Exportzahlen für die ersten drei Quartale 2008.

Die Hitliste der brandenburgischen Ausfuhrgüter wird angeführt von pharmazeutischen Erzeugnissen mit einem Anteil von 13,9 Prozent, gefolgt von Produkten der Luftfahrtindustrie und Mineralölerzeugnissen. Hauptexportland ist unverändert Polen mit 17,2 Prozent vor Frankreich und den Vereinigten Staaten.

„Waren ‚Made in Brandenburg’ konnten sich in den vergangenen Jahren auf den internationalen Märkten immer stärker durchsetzen. Es ist allerdings damit zu rechnen, dass sich die Auswirkungen der Krise in der märkischen Export-Statistik für die letzten drei Monate des Jahres 2008 negativ niederschlagen werden“, sagte Minister Junghanns. Er rief die Unternehmen trotz der zu erwartenden Einbrüche zu Zuversicht auf. „Es gilt das anzupacken, was hilft, dass die Unternehmen nach der Rezession besser aufgestellt sind als zuvor“, erklärte der Minister abschließend.

Quelle:  Brandenburger Ministerium für Wirtschaft

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